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Auswertung

Inhalt

  1. Allgemeines Vorgehen
  2. Bewertung der Leistungen des Kindes
  3. Anzeigen der Statistiken
  4. Manuelle Auswertung
  5. Normtabellen
  6. Literatur



1. Allgemeines Vorgehen

Der Test erfasst das Antwortverhalten, ermittelt die Anzahl richtig gelöster Aufgaben und misst die Zeit, die ein Kind zur Beantwortung braucht. Für den erzielten Rohwert pro Untertest werden automatisch z- und T-Äquivalenzwerte, Prozentränge und Prozentrangbänder ermittelt. Zur Berechnung des Gesamtergebnisses werden die z-Äquivalenzwerte des Wort-, Satz und Textverständnistests kumuliert und für diesen Summenwert wiederum die Normwerte ermittelt. Das Ergebnis der Lesegeschwindigkeitsmessung fließt in diesen Gesamtwert nicht ein. Stattdessen wird dieser Untertest getrennt ausgewertet.

Nach Durchlaufen eines einzelnen Untertests oder des gesamten Verfahrens kann der Testleiter das Testprotokoll anzeigen lassen. Drücken Sie hierzu das Symbol Ergebnisprotokoll anzeigen" in der Symbolleiste oder im Menü „Analyse".



2. Bewertung der Leistungen des Kindes

Der Prozentrang (PR) gibt an, wie viel Prozent der Kinder aus der Vergleichsgruppe (Normierungsstichprobe) genauso viele oder weniger Aufgaben korrekt bearbeitet haben, wie das getestete Kind. Dabei ist die Leistung des Kindes um so besser, je höher der entsprechende Prozentrangplatz ist, bzw. um so schwächer, je niedriger dieser ausfällt. Ein PR von 10 oder weniger wird allgemein als gefährdeter Bereich angesehen (vgl. AWMF, 2003).

Beispiele:
PR 10 = 10% der Kinder aus der Normierungsstichprobe zeigten eine gleich gute oder schlechtere Leistung. Das betreffende Kind schneidet also schlechter ab als 90% der Kinder aus der Normierungsstichprobe.
PR 85 = 85% der Kinder aus der Normierungsstichprobe zeigten eine gleich gute oder schlechtere Leistung. Das betreffende Kind hat also überdurchschnittlich gut abgeschnitten.


Die Leistungen eines Kindes unterliegen natürlichen Schwankungen, z. B. aufgrund der Tagesform etc. Außerdem verfügt kein Testverfahren über absolute Genauigkeit. Damit solche Fehler nicht zu einer Fehleinschätzung führen, muss bei der Interpretation der Leistungen stets das sog. Konfidenzintervall berücksichtigt werden. Das Computerprogramm gibt das Konfidenzintervall in Form von Prozentrangbändern aus. Diese Bänder geben Bereiche an, innerhalb derer die Ergebnisse mit einer bestimmten Sicherheit liegen. Je niedriger die Sicherheit gesetzt wird, desto kleiner ist der Bereich. Je höher die Sicherheit gewählt wird, desto größer wird das Prozent­rangband.

Der Konfidenzkoeffizient für die Prozentrangbänder kann im Menü „Datei -> Einstellungen -> Konfidenzkoeffizient" eingestellt werden. Es stehen die Werte 80%, 90%, 95% und 99% zur Verfügung. Voreingestellt ist 90% (siehe Rubrik Konfiguration).

Im Ergebnisprotokoll wird eine verbale Bewertung der Leistung des Kindes ausgegeben (siehe Tabelle). Dieser Bewertung liegt die Empfehlungen der Arbeitsgemeinschaft Wissenschaftlicher Medizinischer Fachgesellschaften (AWMF-online, 2003) zugrunde, nach der eine Gefährdung vorliegt, wenn der erreichte Prozentrang nicht signifikant größer als 10 ist.




Symbol zum Anzeigen der Diagramme

3. Anzeigen der Statistiken

ELFE 1-6 beinhaltet zusätzlich zur differentiellen Auswertung und Profilanalyse ein Modul zur grafischen Ausgabe der Ergebnisse in Form von Diagrammen, das über die Symbolleiste oder den Menüpunkt „Analyse -> Statistiken anzeigen" gestartet wird. Im Menü des Fensters, das sich nun öffnet, sind detaillierte Diagramme für die einzelnen Unteraufgaben sowie über erreichte Prozentrang-, t- und z-Werte abrufbar. Diese Grafiken können als Grafikdatei gespeichert und ausgedruckt werden. Über das Kontext-Menü (Klick mit der rechten Maustaste) sind weitere Funktionen verfügbar, z. B. zum Vergrößern und Verkleinern der Diagramme etc.

Beispiele:

Anzeigen der Rohpunkte

Beispiel 1: Anzeigen der erzielten Rohpunkte



Anzeigen der z-Werte

Beispiel 2: Anzeigen der erreichten z-Werte



Differentielle Auswertung

Beispiel 2: Differentielle Auswertung des Textverständnistests



Darstellung der Darbietungszeit

Beispiel 2: Darstellung der Darbietungsdauer im Lesegeschwindikeitstests





Symbol zum Starten der manuellen Auswertung

4. Manuelle Auswertung

Wenn Sie ein Testheft der Papier- und Bleistiftversion auswerten, dann zählen Sie die richtig gelösten Aufgaben pro Untertest und tragen ihn auf der Rückseite des Bogens in die obere Tabelle ein. Ergänzen Sie schließlich die fehlenden Werte anhand des folgenden Schemas (zum Durchblättern bitte anklicken). Die Kennwerte finden Sie in den Tabellen im Anhang des Testmanuals:

Es ist auch möglich, bei Verwendung der Papier- und Bleistiftversion den Testbogen eines Kindes in das Programm einzugeben (Menü „Analyse -> manuelle Eingabe") und die Auswertung vom Computerprogramm vornehmen zu lassen. Zu diesem Zweck muss die Aufgabenbeantwortung des Kindes in das Programm übertragen werden. Die Eingabe eines Bogens nimmt je nachdem, wie viele Aufgaben ein Kind bearbeitet hat, zwischen 1 und 4 Minuten in Anspruch. Das Programm übernimmt alle weiteren Auswertungsschritte. Es ermittelt die Normwerte, erstellt ein Ergebnisprotokoll, führt die differentielle Auswertung durch und erlaubt das Anzeigen der Ergebnisse in Form von Diagrammen. Die Auswertung durch das Computerprogramm bietet eine höhere Genauigkeit als das Nachschlagen der Normwerte in den Tabellen, da die PC-Version über differenziertere Normwerte verfügt und intern mit einer höheren Genauigkeit rechnet.




5. Normtabellen

Das Computerprogramm enthält die vollständigen Normtabellen der Papier- und Bleistift, als auch der PC-Version von ELFE 1-6. Die Genauigkeit der Normtabellen im Programm ist höher als im gedruckten Testmanual. Die Normtabellen werden über das Menü „Analyse - Normtabellen" aufgerufen.




6. Literatur