"For the simple view, skilled decoding is simply efficient word recognition: the ability to rapidly derive a representation from printed input that allows access to the appropriate entry in the mental lexicon, and thus, the retrieval of semantic information at the word level." Hoover und Gough (1990)Dabei spiele es letztlich keine Rolle, ob ein Wort Buchstabe für Buchstabe rekodiert, oder auf andere Weise erkannt werde. Hoover und Gough (1990) vermuten, dass das Rekodieren vor allem am Beginn des Schriftspracherwerbs das Lesen dominiere, aber zunehmend durch effizientere Formen der Worterkennung abgelöst werde, die sie jedoch nicht näher spezifizieren.
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Tabelle 1 Mögliche Untergruppen von leseschwachen bzw. kompetenten Kindern nach Hoover & Gough (1990). |
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| Dekodieren | |||
| - | + | ||
| Hörverstehen | - | "Garden-Variety-Poor-Reader" Das Kind verfügt weder über effektive Worterkennung, noch über Hörverstehen. Es ist deshalb allgemein leseschwach. |
"Hyperlexic" Das Kind ist in der Lage, Schrift zu dekodieren, aber es kann das Gelesene nur unzureichend verstehen. |
| + | "Dyslexic" Es liegt eine Lese-Rechtschreibstörung vor, da eine Diskrepanz zwischen Hör- und Leseverstehen vorliegt. |
gut ausgeprägtes Leseverständnis Sowohl das Dekodieren als auch das Hörverstehen ist gut ausgeprägt. Das Kind kann sinnentnehmend lesen. |
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| Nur wenn sowohl Hörverstehen als auch die Fähigkeit zum Dekodieren ausgeprägt sind, ist das Kind in der Lage sinnentnehmend zu lesen. | |||
![]() Abbildung 10 Mittelwertsvergleiche zwischen Hör- und Leseverstehen bei den verschiedenen Untersuchungsgruppen (Marx & Jungmann, 2000). Am ausgeprägtesten ist die Zunahme des Leseverstehens vom Ende der 1. zur Mitte der 2. Klasse. |
![]() Abbildung 11 gemeinsame Varianzanteile von sprachlicher Intelligenz, Lese- und Hörverstehen (Rost & Hartmann, 1992) |