Das vorliegende Training ist für den Einsatz in den ersten sechs Jahrgangsstufen geeignet. Voraussetzung ist die Beherrschung von Buchstaben-Laut-Zuordnungen. Aus diesem Grund sollte das Verfahren i. d. R. erst ab Ende der ersten Klasse angewendet werden. In der Sekundarstufe ist das Verfahren eher für schwächere Schüler und Schülerinnen angemessen. Für leistungsstarke Schüler und Schülerinnen der fünften und sechsten Klasse ist das Verfahren hingegen zu leicht. In diesem Altersbereich empfiehlt sich die Ergänzung des Verfahrens durch stärker startegiebetonte Trainingsprogramme.
Das ELFE-Trainingsprogramm umfasst insgesamt 14 Lesespiele, die sich jeweils in drei Schwierigkeitsstufen untergliedern. Die Spiele decken die unterschiedlichen Bereiche Wort-, Satz- und Textebene ab. Zwar bietet das ELFE-Training die Möglichkeit, die Spiele auf den verschiedenen Niveaustufen nach einem vorgefertigten Schema zu durchlaufen. Es ist aber keineswegs notwendig, diesen Ablauf einzuhalten. Je nach Indikation können einzelne Aufgaben herausgegriffen, oder auch selbst eigene Aufgaben eingespeist werden, die dann gezielt bearbeitet werden. Es besteht weiterhin die Möglichkeit, die Ergebnisse eines Kindes im Lesetest ELFE 1-6 (Lenhard & Schneider, 2005) einzulesen. Das Trainingsprogramm stellt sich dann auf das Leistungsprofil des Kindes ein, und wählt Aufgaben gemäß den Fähigkeiten des Kindes aus.
Die Gesamtdauer des Trainings variiert nach Fähigkeit und Interesse der Schüler. Es empfiehlt sich, das Programm als punktuelle Ergänzung von Therapiesitzungen oder im Rahmen schulischer Freiarbeit anzubieten und dabei eine tägliche Übungsdauer von 20 Minuten nicht zu überschreiten.
ELFE Training ist für folgende Berufsgruppen interessant: